Geschichte

Die Geschichte des Wetterprognoseturniers

Die Idee des Prognoseturniers hatte Edilbert Kirk im Jahr 1976 in Kiel. Dort ging das erste Wetterturnier auch direkt 1976 an den Start. Das Prognoseturnier gelangte mit Edilbert Kirk 1978 nach Köln und 1985 nach Hamburg. An der Universität Kiel, am Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln und am Meteorologischen Institut Hamburg leitete Edilbert Kirk das Wetterturnier im Rahmen der Lehrveranstaltung „Wetterbesprechung“. Die Auswertung wurde von Anfang an computergestützt durchgeführt. Entsprechend der Entwicklung der Computertechnik programmierte Edilbert Kirk 4 Versionen des Auswerteprogrammes. Sehr lesenswert ist dazu die Beschreibung der ersten Anfänge des Wetterturniers von Edilbert Kirk.

Im Jahr 1985 übernahm Michael Barbulescu die Turnierleitung in Köln, danach 1988 Andreas Fink mit neuem Auswerteprogramm. Mit Christoph Gatzen gelangte die Idee des Wetterprognoseturniers zur Jahrtausendwende von der Universität zu Köln an das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin. Dort riefen Christoph Gatzen, Jan Hoffmann und Sebastian Unger das Berliner Wetterprognoseturnier mit leicht modifiziertem Regelwerk als Internet-Version ins Leben und leiteten es anschließend mit Marcus Boljahn. Am 03.03.2000 fand die erste offizielle Wochenendwertung von Berlin statt. Mit der Einführung der studentischen Wetterbesprechung an der FU-Berlin entfachte die Turnierleitung ein Feuer der Wetterbegeisterung. Folglich stieg die Teilnehmerzahl vom Berliner Wetterturnier auf über 100. Seit 27.04.2001 ist das Wetterturnier ein internationaler Wettbewerb, denn an diesem Tag ging Wien mit an den Start. Seit 15.03.2002 ist auch Zürich Wetterturnierstadt, am 04.06.2004 kam Innsbruck und am 01.07.2005 Leipzig hinzu. Für die Aufrechterhaltung des Wettbewerbes setzte sich von 2006 bis 2009 Norbert Rupsch ein, danach Marcus Beyer mit der Unterstützung von Georg Haas und einem großartigen Team.

Im Jahre 2018 wird das etwas in die Jahre gekommene System durch ein komplett Neues von Reto Stauffer ersetzt und ist somit fit für weitere 17 Jahre spannende Wetterturnier-Wochenenden.

Das Wetterprognoseturnier heute

Das Wetterturnier lebt seit den ersten Anfängen im Jahr 1976 von seinen Teilnehmern und deren Wetterbegeisterung und Spaß am Zocken. Von dem Wettbewerb, mit dem Ziel, das Wochenendwetter möglichst präzise vorherzusagen, profitieren Studenten, Hobby- und Berufsmeteorologen, Universitäten und Wetterdienste. Für viele Studenten ist das Wetterturnier ein wichtiger Bestandteil ihres Studiums, denn das Turnier bietet die Möglichkeit das an den Universitäten gewonnene theoretische Wissen praktisch anzuwenden, um spielerisch synoptische Erfahrung zu sammeln. An der ETH Zürich und an der Universität Innsbruck ist das Wetterturnier Pflichtveranstaltung, denn erfahrene Meteorologen sind bei Vorhersagediensten mit Qualitätsanspruch unentbehrlich. In den Wetterdiensten nutzen viele Berufsmeteorologen das Wetterturnier, um ihre Prognosen zu verifizieren und zu verfeinern. Darüber hinaus profitieren Entwickler statistischer Vorhersagesysteme (MOS) von der unabhängigen und objektiven Verifikation (SpielregelnWertungen) ihrer vollautomatischen Prognosen auf wetterturnier.de. Die Vielseitigkeit der vorherzusagenden Wetterelemente und die mittlerweile umfangreichen Datenreihen (Archiv) machen das Wetterturnier zudem zu einer wertvollen Forschungsquelle für Statistik und Verifikation von Wettervorhersagen. Die Vorhersagen der Spitzensynoptiker auf wetterturnier.de bewegen sich an der absoluten Spitze des Machbaren. Nicht nur deshalb ist das Wetterturnier in den Medien präsent. Zu gewinnen gibt es beim Prognoseturnier, neben Erfahrung, Ruhm und Ehre, Urkunden und kleinere Gutscheine für die Bestplatzierten der Jahreszeitenwertungen. Darüber hinaus wird jährlich der Synoptiker des Jahres geehrt.